Bei Brustkrebs helfen Östrogen-Blocker

Von Cornelia Scherpe
2. September 2011

US-Forscher konnten nun nachweisen, dass Frauen mit Brustkrebs von der Einnahme sogenannter Östrogen-Blocker profitieren. Bei Östrogen handelt es sich um das weibliche Geschlechtshormon. PET-Scans konnten belegen, dass die Blockade dieses Hormons die Metastasenbildung in der Brust behindert. Der Krebs wächst also nicht mehr weiter.

In der Studie wurden 30 Frauen betreut. Sie erhielten die Blocker und wurden einmal vor der Einnahme und währenddessen mittels PET-Scans untersucht. Man beobachtete die Reaktion der Krebszellen auf die eingesetzten Medikamente. Das erfreuliche Ergebnis: besonders der Blocker "Tamoxifen" war wirksam und behinderte die Metastasenbildung um 54 Prozent. Ein anderes Medikament derselben Gruppe schaffte dagegen nur 13 Prozent.

Ärzte freuen sich zwar über diese Aussicht auf eine neue Behandlungsmethode, geben aber zu bedenken, dass eine Probandenzahl von 30 noch zu klein ist. Eine größere Studie soll bald weitere Ergebnisse liefern.