Das Beheben einer Genitalverstümmelung - Ärzten gelingt eine Klitoris-Rekonstruktion

Von Cornelia Scherpe
14. Juni 2012

Noch immer gibt es Regionen auf der Welt, in denen es zur Genitalverstümmelung kommt. Besonders in Afrika müssen viele Frauen sich "beschneiden" lassen, was nicht nur zu lebensgefährlichen Infektionen führen kann, sondern sie auch enormen Schmerzen aussetzt und sie der Orgasmusfähigkeit beraubt.

Auch in Malaysia oder in Indonesien leben viele Frauen mit einer solche Verstümmelung. Um den Betroffenen zu helfen, hat ein Chirurg aus Frankreich eine neue Methode entwickelt, um den Frauen die Schmerzen zu nehmen und bei manchen auch die Orgasmusfähigkeit wieder herzustellen. Diese Klitoris-Rekonstruktion wurde bereits bei 2.938 Frauen angewandt. Dabei wird unter Vollnarkose eine kleine Öffnung in den Bereich gelegt, wo zuvor die Klitoris war. Viele Frauen tragen an dieser Stelle noch eine Art Stumpf, der am Schambein festgewachsen ist. Die künstliche Öffnung entfernt das vernarbte Gewebe und macht so die Region automatisch sensibler. Einige Nerven können so wieder stimuliert werden. Zwar kann die Operation die entfernte Klitoris an sich nicht ersetzen, doch von 834 nachuntersuchten Frauen berichteten immerhin 815 von einer besseren Empfindung.

Wichtig war dem Chirurg auch, dass die Schmerzen der Frauen nachließen. Hier berichteten von 840 insgesamt 821 von einer Verbesserung.