Erfahrbarer Atem nach Ilse Middendorf

Mit der Methode des erfahrbaren Atems sollen Gefühlsempfindungen bewusst empfunden werden

Von Textbroker
5. August 2011

Der Atem ist eine Körperfunktion, die unmittelbar und mit hoher Empfindlichkeit auf Veränderungen reagiert. Der Atem ändert sich nicht nur infolge körperlicher Beanspruchungen, sondern auch seelische Befindlichkeiten beeinflussen den Atem. Je nach Befindlichkeit stockt dem Menschen der Atem, er muss tief Luft holen, atmet tief durch oder es bleibt ihm die Luft weg.

Einflussnahme auf Empfindungen

Bei der Entspannungstechnik vom "Erfahrbaren Atem", die von Prof. Ilse Middendorf konzipiert wurde, wird der Rhythmus des Atmens genutzt, um die Empfindungen zu beeinflussen. Im Unterschied zu fernöstlichen Techniken, die das Atmen bewusst steuern, wird beim "Erfahrbaren Atmen" mit einer indirekten Beeinflussung gearbeitet. Langsam, vorsichtig und sanft wird eine Bewusstseinshaltung angestrebt, in der der Atem als Spiegel des Empfindens dient.

Bewusstes Wahrnehmen des eigenen Atems

Mit dieser ruhigen und von jedem Menschen erlernbaren Technik wird der Mensch zu seiner inneren Mitte geführt und es gelingt ihm, ohne Druck wieder die grundlegenden Gefühlsempfindungen bewusst wahrzunehmen. Dadurch führt die Technik vom "Erfahrbaren Atem" zu einer sehr tief greifenden und insbesondere lang anhaltenden Entspannung, die lange vorhält und sich positiv im Lebensalltag manifestiert.