Grippeimpfung schützt vor der gefährlichsten Infektionskrankheit in Deutschland

Bei gesunden Erwachsenen wird die Grippe durch die Impfung bis zu 90 Prozent gemildert

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
16. Oktober 2007

Viele Menschen betrachten die Grippe als harmlos, doch tatsächlich ist sie in Deutschland die Infektionskrankheit mit der höchsten Sterblichkeit. Eine durchschnittliche Grippewelle kostet laut einem Bericht des neuen HausArzt-PatientenMagazins rund 10.000 Menschen das Leben, in manchen Wintern sind es doppelt so viele.

Grippeimpfung senkt Erkrankungs- und Sterberisiko

Einen guten Schutz vor der Grippe bietet die alljährliche Impfung, deren Akzeptanz allmählich steigt. "In der vorletzten Saison hatten wir ein Hoch, als rund 30 Prozent der Jüngeren und rund 55 Prozent der Senioren geimpft waren", sagt Dr. Udo Buchholz, Mediziner der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Insitut, Berlin gegenüber dem Magazin.

Problematisch sei jedoch noch immer die geringe Durchimpfungsrate gerade des medizinischen Personals. So zeige eine Studie, dass die Sterblichkeit der Bewohner von Altenheimen sinkt, wenn nicht nur die Senioren, sondern auch die Mitarbeiter geimpft sind. Bei gesunden Erwachsenen mildert die Impfung die Erkrankung in bis zu 90 Prozent der Fälle, und in einer Studie unter Senioren senkte sie das grippebedingte Sterberisiko um die Hälfte.