Heuschnupfen bei Kindern und Erwachsenen - im Alter wird die Allergie schlimmer

Von Cornelia Scherpe
16. März 2012

Eine Allergie kann man in jedem Alter entwickeln. Viele bekommen sie zwar bereits als Kind, doch durch verschiedene Umstände kann eine Allergie auch erst im Erwachsenenalter auftreten.

Forscher haben nun herausgefunden, dass Heuschnupfen bei verschiedenem Alter unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Junge Menschen mit einer "allergischen Rhinitis", so der Fachausdruck, zeigen weniger schlimme Symptome. Erwachsene und vor allen Dingen Senioren scheinen deutlich mehr unter ihrem Heuschnupfen zu leiden und haben eine deutlich niedrigere Lebensqualität.

In einer Studie wurden zwei Gruppen der Allergiker verglichen. Während die eine Gruppe aus 54 Senioren bestand, setzte die andere sich aus 89 Betroffenen zusammen, die im Schnitt Mitte 20 waren. Neben einer genauen Befragung zur gefühlten Lebensqualität wurden auch Zellproben aus der Nasenschleimhaut der Probanden entnommen. Die Schleimhaut war bei allen Probanden ähnlich stark in Mitleidenschaft gezogen. Hier schien das Alter keine Rolle zu spielen.

Allerdings fand man bei den Senioren weniger Zilien. Das sind kleine Fortsätze am Ende einer Zelle, die beweglich sind. Davon wiesen die Älteren weniger auf und dies führte auch dazu, dass es mehr Erreger in in der Nasenschleimhaut gab. Die Zilien sind nämlich wichtig, damit unerwünschte Keime beseitigt werden können. Wer weniger Zilien in der Nasenschleimhaut hat, der muss auch mit mehr Erregern rechnen.

Ein weiterer interessanter Aspekt der Studie: Die Senioren hatten zu 65 Prozent eine Bindehautenzündung aufgrund des Heuschnupfen bekommen. Die jungen Teilnehmer blieben davon weitgehend verschont.