In jedem Quartal gründen sich rund 70 neue "Medizinische Versorgungszentren"

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
11. August 2009

Seit im Jahr 2004 die ersten Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) zugelassen wurden, ist ihre Zahl in Deutschland schon auf etwa 1200 angestiegen. Pro Quartal kommen etwa 70 neue MVZ hinzu, berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

In den ambulanten Zentren arbeiten Ärzte verschiedener Fachrichtungen unter einem Dach.

MVZ sind eine Alternative zur Einzelpraxis, Gemeinschaftspraxis und Ärztehaus und orientieren sich an den Polikliniken in der früheren DDR. Träger können zum Beispiel Krankenhäuser sein, um Patienten ambulant zu behandeln, aber auch freie Investoren.

Die Ärzte in der MVZ sind oft Angestellte - für viele Mediziner ist dies eine willkommene Alternative zur Klinik und zum Risiko der Praxisgründung. Die MVZ sollten besonders in ländlichen Gebieten, wo Ärztemangel droht, eine Alternative sein. Die weitaus meisten entstehen aber in Ballungsgebieten.

Ob Kosten gespart werden, ist unter Experten zur Zeit noch sehr umstritten.