Neugier der Babys kennt keine Gefahren

Kinder sind neugierig und haben bis zum Schulalter ein geringes Gefahrenbewusstsein

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
27. Januar 2005

Jedes Jahr verunglücken allein in Deutschland mehr als 500.000 Kinder bis vierzehn Jahre so schwer, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Diese Zahl nennt die Apothekenzeitschrift BABY und die ersten Lebensjahre unter Berufung auf die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund.

Kein Gefahrbewusstsein

Fast die Hälfte der Kleinen holt sich die Blessuren dort, wo man sie eigentlich am sichersten wähnt: zu Hause, häufig sogar im Beisein der Eltern. Zwar mahnen Experten, Kinder nicht vor lauter Angst von allen potentiellen Gefahrenherden fernzuhalten. Eltern müssen aber wissen, dass bis zu zweijährige Kinder kein Gefahrenbewusstsein besitzen.

Bis zum Schulalter sind Neugierde und der Drang, sich auszutoben und zu bewegen, stärker als der Sinn für mögliche Risiken. Die Kleinen bewegen sich noch ungeschickt, sie müssen erst lernen das Gleichgewicht zu halten. Ihnen dies zu gestatten, bedeutet dann auch ein Stück Vorbeugung.

Einfallsreichtum

Ansonsten raten die Unfallforscher: Rechnen Sie mit dem Einfallsreichtum der Kinder. Wenn sie etwas haben wollen, steigen sie auf Regalwände, auf geöffnete Schubladen, auf Fensterbänke. In einem Erwachsenenhaushalt muss ein Bücherregal nicht unbedingt an die Wand gedübelt werden - sind Kinder da, auf jeden Fall.

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