Nicht jeder mit einer Sehschwäche sollte zum Lasern gehen - die Risiken werden unterschätzt

Von Cornelia Scherpe
14. März 2013

Der Fachbegriff lautet "Lasik-OP". Dahinter verbirgt sich das, was der Laie einfach als Laser-Operation bezeichnet. Sie scheint der Traum eines jeden Menschen mit Sehschwäche zu sein: Nie mehr die Brille putzen, nie mehr mit den Kontaktlinsen kämpfen. Doch viele Betroffene denken nicht daran, dass es sich auch hier um eine Operation handelt und daher diverse Risiken bedacht werden müssen.

Gerade das Arbeiten mit einem Laserstrahl am Auge kann extrem gefährlich werden, denn bei einem Fehler droht im schlimmsten Fall der Verlust des Augenlichts. Augenärzte raten ihren Patienten daher immer wieder davon ab, dass Lasern als eine Art Schönheitschirurgie anzusehen. In Deutschland legen sich derzeit pro Jahr rund 100.000 Menschen auf den OP-Tisch, um sich die Sehschwäche via Laser korrigieren zu lassen und der Trend geht noch oben. Statistiker schätzen, dass sich diese Zahl bis 2015 noch mal um sieben Prozent selbst übertreffen wird. Doch warum genau ist das schlecht?

Das Lasern kann tatsächlich jede Sehhilfe überflüssig machen. Maximal acht Dioptrien können durch den Laser korrigiert werden, was bereits vielen Menschen die Brille erspart. Doch da der Körper keine Maschine ist, kann nicht einmal der fähigste Arzt genau einschätzen, wie die Augen reagieren. Das Lasern belastet die Augen sehr und der anschießende Heilungsprozess verläuft nicht immer reibungslos. Reizungen und Schmerzen können Monate andauern und bei jedem Zehnten führt das am Ende dazu, dass er auch nach der OP wieder eine Brille braucht.

Außerdem macht es die OP nötig, dass die Hornhaut des Auges geschwächt wird. Die Chirurgen müssen von dieser ein Stück abschneiden und umklappen, damit sie arbeiten können. Auch nach dem anschließenden Zurückklappen bleibt sie dauerhaft beschädigt.