Tot oder lebendig - Schau mir in die Augen

Künstliche Augen wirken weniger lebendig und werden in den meisten Fällen von echten unterschieden

Von Ingo Krüger
4. Januar 2011

Ein Blick in die Augen und ein Mensch kann unterscheiden, ob ihm ein Lebewesen gegenüber steht oder eine künstliche Puppe. Dies fanden die Forscherinnen Christine Looser und Thalia Wheatley vom Dartmouth College in Hanover heraus. Die beiden US-Wissenschaftlerinnen kombinierten am Computer Fotos von menschlichen Gesichtern mit künstlichen Antlitzen und zeigten sie anschließend 60 Probanden.

Augen "echter" Menschen werden zumeist erkannt

Wie die Fachzeitschrift "Psychological Science" schreibt, ließen sich die Teilnehmer an der Studie nicht täuschen. Immer, wenn die Gesichter zum überwiegenden Teil aus den Fotos "echter" Menschen bestanden, bezeichneten die Versuchspersonen diese auch als lebendig. Außerdem sollten 27 neue Probanden einschätzen, wie menschlich eine Serie von Abbildungen wirkte, in denen verschiedene Teile eines Gesichtes geändert waren.

Vor allem, wenn die Augen unnatürlich wirkten, stuften die Versuchsteilnehmer die Bilder als wenig lebendig ein. Dieses Verhalten sei sinnvoll, so die beiden Wissenschaftlerinnen, denn an den Augen könne man ablesen, ob das Gegenüber feindliche oder freundliche Absichten habe.

Schließlich, so Christine Looser, sei dies auch nützlich, denn das Gesicht könnte beispielsweise einem Bären oder anderen wilden Tier gehören.