Bei Aids hängt eine Demenz vom HIV-Typ ab

HIV-Typ "D" bringt höchstes Demenz-Risiko mit sich

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
7. September 2009

Die Krankheit Acquired Immune Deficiency Syndrome, kurz einfach als Aids bekannt, wird durch Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) hervorgerufen. Bei dem HI-Virus gibt es zusätzlich noch Untergruppen, die mit dem Buchstaben "A" bis "K" bezeichnet werden und mit dem Verlauf der Krankheit in Verbindung gebracht werden. Die Gruppe "B" kommt dabei hauptsächlich in den USA vor.

Höheres Demenz-Risiko bei Aids-Gruppe "D"

In Afrika, südlich der Sahara, findet man häufiger "A", "C" und "D". Letztgenanntes soll verstärkt zu einer Demenz führen, wie Wissenschaftler an der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität in Baltimore feststellten.

Die Forscher haben an Aids-Kranken, die den Typ "A" oder "D" hatten, in einer Klinik in Uganda verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um dadurch das Risiko einer Demenz abhängig vom Untertyp festzustellen. Bei dem Typ "D" fanden die Wissenschaftlern bei 89 Prozent der Patienten eine verstärkte Demenz vor, bei Typ "A" erkrankten nur 24 Prozent an einer Demenz.

Man glaubt, dass der Typ "D" stärker als die anderen zu Entzündungen führt und so das Gehirn schädigt. Aber die bisherigen Ergebnisse müssen noch durch weitere Studien erhärtet werden.