Hehler gibt Polizei Tipp und geht vor Gericht, weil er dafür nur 160000 Euro bekommt

Von Frank Hertel
21. März 2011

Vor einiger Zeit wurde aus einem Rittergut bei Hannover eine Stradivari-Geige geklaut, die mehrere Millionen Euro wert ist. Einem Mann aus Süddeutschland wurde die Geige zum Kauf angeboten. Dieser Mann ist also im Hehlergeschäft tätig. Weil der Verbrecher schon öfter als V-Mann für die Polizei tätig war, gab er den Beamten einen Tipp.

Die Geige wurde dann wieder dem rechtmäßigen Besitzer zugeführt. Die Versicherung zahlte dem Tippgeber 160000 Euro. Man könnte meinen, das sei ein gutes Geschäft, aber der süddeutsche Hehler war stinksauer, weil er von der Polizei auch noch Geld wollte. Er brachte es sogar fertig, deswegen vor Gericht zu gehen.

Er sagte, wenn er gewusst hätte, dass die Polizei ihm nichts zahlt, hätte er die Stradivari kaputt gehauen. Gemeint hat er wahrscheinlich, dass er viel mehr Geld hätte "verdienen" können, wenn er nur mit den Geigendieben gehandelt hätte.