In Bayern heißt es "Grüß Gott" statt "Tschüs"

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
7. Februar 2012

Wenn ein Norddeutscher nach Bayern fährt, so sollte er sich möglichst dort nicht "Tschüs" verabschieden, denn dieser Abschiedsgruß ist dort nicht beliebt. Besser kommt dort ein freundliches "Grüß Gott" oder "Auf Wiedersehen" an.

Damit die Schüler in Bayern sich schon frühzeitig an die Umgangsformen gewöhnen, hat eine Schulleiterin in Passau ihren Schülern das "Tschüs" und auch das oftmals gebräuchliche einfache "Hallo" untersagt, denn diese Wörter seien unhöflich. Die Lehrer wurden von der Schulleiterin gebeten, dass sie ihre Schüler im Falle eines solchen "Ausrutschers" korrigieren sollen. Aber wie ein Sprecher des bayrischen Kultusministeriums erklärt, sollten Schüler grundsätzlich lernen, dass man sich Erwachsenen eben anders gegenüber verhalten muss als man es unter Gleichaltrigen tut. So ist es bei Jugendlichen normal, wenn sie sich mit "Hallo" oder "Hey" begrüßen und mit "Tschüs" verabschieden. Aber wenn die Jugendlichen ihren Chef später ebenfalls nur mit "Hallo" begrüßen, so könnte es dann natürlich Probleme geben. Doch dies ist nicht nur in Bayern so.

Doch wenn wir die Bedeutung des norddeutschen "Tschüs" näher betrachten, so hat sich das "Tschüs" im Prinzip aus "atschüs" entwickelt, das wiederum auch dem französischen "adieu" oder spanischen "adios" entspricht und auf deutsch "zu Gott" heißt.

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