Kupfer- und Magnetarmbänder für Rheuma-Patienten nutzlos: Neue Studie ergab Wirkungslosigkeit

Von Nicole Freialdenhoven
30. September 2013

Seit der New Age-Bewegung in den 60er und 70er Jahren erleben Kupferbänder eine Renaissance und erreichten auch die alternative Medizin. Mittlerweile werden jedes Jahr Kupfer- und Magnetarmbänder für rund eine Milliarde Euro verkauft, von denen sich vor allem Patienten mit rheumatoider Arthritis Hilfe versprechen. Einer Studie der University of York zufolge allerdings vergeblich: Bei Tests mit 70 Patienten konnten die Wissenschaftler keine Vorteile durch die Magnet- und Kupferbänder erkennen.

Durchführung der Studie

Die Patienten trugen insgesamt vier unterschiedliche Metallbänder je fünf Wochen lang, wobei sie nicht wussten, welches Band sie gerade trugen. Eines war mit 2.200 Gauss recht stark magnetisiert, eines mit 300 Gauss dagegen nur schwach. Ein drittes Magnetband war vor Studienbeginn ganz demagnetisiert worden und diente als Placebo. Das vierte Band war ein Kupferband. Dabei stellte sich heraus, dass keines der Armbänder eine positive Wirkung auf das Rheuma der Patienten hatte.

Ergebnisse und Erklärungsversuch

Stattdessen zeigten sich bei sieben Probanden Hautirritationen durch das Kupferarmband und einer litt sogar unter Kopfschmerzen. Die Forscher führen den Glauben an die Heiltätigkeit der Magnetarmbänder nun vor allem darauf zurück, dass rheumatische Erkrankungen schubweise verlaufen: Schmerzen die Glieder stark, wird ein Magnetband gekauft und getragen. Klingt der Schub dann von alleine wieder ab, wird dies auf das getragene Magnetband zurückgeführt.