Mit Stammzellen Amputationen bei Diabetikern verhindern?

Von Laura Busch
1. März 2010

Eine Amputation hat für die Betroffenen schwerwiegende Folgen. Sie bedeutet eine große psychische, aber auch eine finanzielle Belastung und eine starke Umstellung der Lebensgewohnheiten. In Deutschland werden jährlich beispielsweise rund 40.000 Füße - insbesondere bei Diabetikern - amputiert.

Fachleute gehen davon aus, dass sich viele Gliedabtrennungen vermeiden ließen, wenn Risikogruppen frühzeitiger von Spezialisten untersucht würden. Denn Bypass-Operationen oder sogenannte Katheter-Aufdehnungen können oft die Durchblutung so nachhaltig verbessern, dass kein Gewebe abstirbt. Dr. Matthias Weck, Privatdozent am Krankenhaus Freital erklärt, zukünftig gebe es sehr wahrscheinlich auch die Möglichkeit einer Stammzellentherapie. Sie werde derzeit noch nicht von den Krankenkassen übernommen, könne aber bei Patienten, bei denen Geschwüre nicht allzu schnell fortschreiten, sehr wirkungsvoll eingesetzt werden.