Nach längerer Krankheit zurück ins Berufsleben durch stufenweise Wiedereingliederung

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
30. Juli 2012

Wie die Techniker Krankenkasse (TK) berichtet, machen viele Patienten, die über einen längeren Zeitraum arbeitsunfähig sind, zu wenig Gebrauch von den Möglichkeiten einer stufenweisen Wiedereingliederung in das Berufsleben.

Bei diesem Programm beurteilt der Patient selber, wie weit er beruflich wieder belastbar ist, ohne dass der Druck besteht auch wieder voll einsatzfähig zu sein. Insgesamt haben im letzten Jahr nur 27.000 bei der TK-Versicherten diese Möglichkeit genutzt, was ein Prozentsatz von 15 Prozent entspricht. Aber die Krankenkasse möchte, dass noch mehr Langzeitpatienten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, denn es ist ein fließender Prozess von der Krankheit zur Wiedergenesung.

Bei diesem Programm wird in Zusammenarbeit zwischen Arzt, Patienten sowie dem Arbeitgeber und den Krankenkassen festgelegt über welchen Zeitraum wie viele Stunden der Patient täglich arbeiten kann. Dies wird dann in den nachfolgenden Wochen permanent gesteigert bis wieder die volle tägliche Stundenzahl erreicht wird. In dieser Zeit gilt der Mitarbeiter weiter als arbeitsunfähig und erhält auch nur das Krankengeld, es sei dass der Arbeitgeber von sich aus freiwillig den Lohn bezahlt. Bei Selbstständigen, die dann Einnahmen erzielen, ruht dann das Krankengeld oder wird dementsprechend weniger ausbezahlt.

Das Krankengeld wird übrigens nach sechs Wochen und längstens für 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt, wenn es sich um die gleiche Erkrankung handelt. Die Höhe des Krankengeldes liegt bei 70 Prozent des beitragspflichtigen Arbeitsentgelts, beziehungsweise Einkommen und darf aber 90 Prozent des Nettoarbeitsentgelts nicht übersteigen. Zusätzliche Zahlungen wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld werden anteilig berechnet und gezahlt.