Neue Ursache für eine Leberfibrose entdeckt

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
21. August 2013

Chronische Leberentzündungen können auch zu einer Leberfibrose führen, die bisher nicht heilbar ist. Bei dieser Erkrankung lagern sich schädliche Teile von Bindegewebe in der Leber ab, die schließlich zum Leberversagen führen.

Jetzt konnten Forscher von der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg einen möglichen Entstehungsfaktor identifizieren. Dadurch könnte in Zukunft vielleicht eine Behandlung oder sogar vorbeugende Maßnahmen möglich sein.

Für eine Leberfibrose können verschiedene Faktoren ausschlaggebend sein, wie eine durch Alkohol oder auch durch eine Stoffwechselstörung bedingte Fettleber. Aber auch irgendwelche dauernde Lebergifte sowie eine Virus-Infektion (Hepatitis) können die Ursache sein. Doch wie man auch schon früher festgestellt hat, kann eine anormale Immunantwort dafür in Frage kommen.

Jetzt stellten die Forscher also fest, dass bei den betroffenen Patienten der sogenannte Interleukin-33-Spiegel im Blut stärker als bei einem gesunden Menschen erhöht war. Weiter konnten die Forscher feststellen, dass bei genetischen Veränderungen, die das Fehlen von Interleukin-33 bewirken, diese Erkrankung nicht auftritt.

So könnte schon im Vorfeld über diesen Interleukin-33-Spiegel im Blut eine Leberfibrose diagnostiziert und das Fortschreiten durch ein spezielles Medikament möglicherweise verhindert werden.