Pole der Erde platten ab - Ausbeulung durch die Fliehkräfte

Von Max Staender
12. Oktober 2012

Ein Team von Geoforschern des Helmholtz-Zentrum Potsdam GFZ hat jetzt herausgefunden, dass gigantische Gesteinswobbel im inneren der Erde eine Unwucht erzeugen. Anhand ihrer Messdaten gilt es als sicher, dass unser Planet in den letzten 100 Millionen Jahren mindestens zweimal derart heftig gekippt ist, dass die Kontinente auf einmal in neuen Klimazonen lagen.

Obwohl dieses Phänomen unglaubwürdig klingt, geschah es mit großer Sicherheit. Diese so genannten Polwanderungen bewirken ein Kippen der Erde gegenüber ihren Drehpolen. Für die aufwendigen Simulationen und Berechnungen dienten den Forschern Erdbebenwellen, welche das Erdinnere praktisch durchleuchten und somit die unterschiedlichen Strömungen der zähflüssigen Gesteinsmassen offenbaren.

Anschließend wurden diese Resultate mit den geologischen Messwerten der Erdgeschichte verglichen, sodass inzwischen feststeht, dass die Erde je zweimal um knapp neun Grad gekippt ist.