Strom für die Wintersportgebiete aus Wind- und Sonnenenergie

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
19. Dezember 2011

In den Wintersportregionen werden jährlich viele Kilowattstunden an Strom für den Betrieb der Skilifte und in den Bergstationen benötigt. Deswegen setzen die Betreiber wegen der hohen Kosten für Strom immer mehr auf Wind- und Sonnenenergie und jetzt wird in der Schweiz in Tenna in Graubünden auch der erste Skilift auf der Welt, der mit Solarkraft betrieben wird, eröffnet. Der neue 460 Meter lange Skilift ersetzt einen 40 Jahre alten Schlepplift und wird pro Saison etwa 22.000 Kilowattstunden verbrauchen, aber auch etwa 90.000 Kilowattstunden erzeugen, so dass der Überschuss ins Stromnetz abgegeben werden kann und man dann durch den Verkauf die etwa 420.000 Schweizer Franken, das sind umgerechnet zirka 344.000 Euro, teure Anlage finanzieren kann.

Aber auch in anderen Skigebieten versucht man immer mehr Strom auch durch Windenergie zu gewinnen. So versorgt ein 105 Meter hohes Windrad in Salzstiegl in der Steiermark die dortigen fünf Ski-Lifte, ein Hotel und eine Almhütte mit dem nötigen Strom. Auch hier wird der überschüssige Windstrom, besonders nachts und im Sommer, in das örtliche Stromnetz eingespeist.

Betreiber von Windkraftanlagen haben sich in Kanada etwas Besonderes einfallen lassen, so haben sie in der Nabe des Windrads eine Aussichtskanzel eingebaut, wo Besucher hinauffahren können. Aber im Prinzip werden Windräder in den Bergen in Europa noch wenig gebaut, weil sie nicht in das Landschaftsbild hineinpassen.

Im bayrischen Oberstdorf setzt man auch auf Wasserenergie, so wird am Nebelhorn das Wasser aus dem Faltenbach in ein Turbinenhaus geleitet, hierfür benutzt man das Hauptrohr der Beschneiungsanlage, und die Stromgewinnung beträgt jährlich etwa 700.000 Kilowattstunden, die für den Betrieb der Hauptbahn von Oberstdorf auf die Spitze des Nebelhorns ausreichen. Doch auch in vielen anderen Skigebieten sorgen Solaranlagen für die Stromversorgung der dortigen Restaurants oder Beschneiungsanlagen.

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