Typische Stolperfallen bei Mietwagen im Ausland

Von Frank Sprengel
1. Juli 2013

Wer während seines Urlaubs im Ausland die Annehmlichkeiten eines Mietwagens sorgenfrei genießen möchte, sollte essenzielle Kriterien beachten, ganz gleich, ob der Wagen von Deutschland aus oder erst am Reiseziel gemietet werden soll. Wobei eine drohende Sprachbarriere und daraus resultierende Missverständnisse dafür sprechen, dass man sich bereits vor der Abreise um einen Mietwagen bemüht.

Preisvergleich

Dabei empfiehlt es sich, dass man sich zunächst über ein Vergleichsportal ein Bild von den Preisen und etwaigen Zusatzleistungen diverser Anbieter macht.

Vertrag und Zusatzkosten

Darüber hinaus ist es wichtig, die Vertragsbedingungen akribisch zu studieren. Dabei verdienen die Punkte, die für einen selbst von großer Relevanz sind, besondere Aufmerksamkeit. Dazu können beispielsweise etwaige Richtlinien in Bezug auf Zweitfahrer oder aber bezüglich etwaiger Kilometerbegrenzungen gehören. Außerdem sollte der finale Gesamtpreis klar aus dem Vertrag hervorgehen.

In diesem Zusammenhang verdienen auch eventuelle Zusatzkosten, wie etwa für ein Navigationsgerät oder einen Kindersitz, Beachtung, zumal man solche Dinge einfach von zu Hause mitnehmen könnte. Falls man den Vertrag erst am Reiseziel unterzeichnet, aber nicht der dortigen Landessprache mächtig ist, sollte man um einen Vertrag auf Deutsch oder zumindest auf Englisch bitten.

Führerschein und Versicherung

Ferner sollte man sich frühestmöglich erkundigen, ob man für das Reiseland einen internationalen Führerschein benötigt, zumal es mehrere Wochen dauern könnte, bis die zuständige Zulassungsstelle den beantragten Führerschein tatsächlich ausstellt. Zudem verdient der Versicherungsschutz eine gesteigerte Aufmerksamkeit. Wenn die eigene Kfz-Versicherung keine diesbezügliche Police und/oder entsprechenden Schutzbrief für das Reiseland umfasst, bietet sich für Reisen innerhalb Europas eine sogenannte Mallorca-Police an.

Für Reisen, die über Europas Grenzen hinausführen, ist hingegen zu einer Traveller-Police zu raten. Allerdings ist anzumerken, dass normalerweise weder die Mallorca- noch die Traveller-Police einen Kasko-Schutz für Beschädigungen am Mietwagen beinhaltet. Daher sollte man unter Umständen beim Vermieter eine entsprechende Zusatzversicherung beantragen.

Fahrzeugkontrolle

Dann gilt es, den Mietwagen bei der Entgegennahme sowie bei der Rückgabe zusammen mit dem Vermieter auf Schäden hin zu prüfen und den jeweiligen Zustand des Fahrzeugs schriftlich zu dokumentieren. Außerdem sollte man den Tankstand kontrollieren und sich zudem erkundigen, ob das Mietauto vollgetankt zurückzugeben ist. Um jeglichen Ärger von vornherein zu vermeiden, gibt man den Mietwagen aber ohnehin am besten mit vollem Tank zurück.