Unverhofft kommt oft: Jede dritte Frau in Deutschland wird ungewollt schwanger

Lebensphase und Partnerschaft sind zwei der wichtigsten Faktoren bei der Entscheidung für eine Schwangerschaft

Von Nicole Freialdenhoven
31. Oktober 2014

Trotz aller moderner Verhütungsmethoden wird rund ein Drittel der deutschen Frauen zwischen 20 und 44 Jahren einmal im Leben ungewollt schwanger. Dies ergab zumindest eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 4.000 Frauen aus vier Bundesländern.

Ist der erste Schreck einmal verdaut, entscheiden sich jeder immerhin mehr als die Hälfte für das Kind: 57% der Befragten gaben an, die Schwangerschaft auch dann ausgetragen zu haben, als sie ausdrücklich ungewollt war.

Der Partner als wichtiger Faktor

Dass eine Schwangerschaft als ungewollt empfunden wird, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von als ungünstig empfundenen Lebensumständen oder einer als ungünstig empfundenen Lebensphase. Die wichtigste Rolle spielt jedoch der Partner: Nur zehn Prozent der Frauen in einer stabilen glücklichen Beziehung empfanden eine Schwangerschaft als ungewollt. Bei den Frauen, die in einer "schwierigen Partnersituation" steckten, waren es dagegen 58 Prozent.

Der richtige Zeitpunkt

Ob eine Schwangerschaft ungewollt ist oder nicht, lässt sich jedoch auch durch eine andere Zahl relativieren: So gaben 63 Prozent der Befragten an, dass es den richtigen Zeitpunkt für ein Kind ohnehin nicht gibt.