Warum kommen die Zugvögel aus dem warmen Süden wieder zurück in den Norden?

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
25. Oktober 2012

Jedes Jahr können wir riesige Schwärme von Zugvögeln jeder Art auf ihrem Weg in die Winterquartiere beobachten. Aber warum nehmen eigentlich die Vögel die enormen Strapazen dieses Flugs, einmal der Hinflug und auch im Frühjahr die Rückkehr auf sich? Wäre es für die Zugvögel nicht einfacher auch im Sommer im warmen Süden zu verbringen, wie es vielleicht auch viele Menschen aus dem kühlen Norden gerne machen würden?

Auf diese Frage weiß der Vogelexperte Julian Heiermann vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) die richtige Antwort: Im Norden finden die Zugvögel mehr Nahrung und auch eine bessere Bedingung für ihre Nachkommen. Wie die Experten weiter dazu auch sagen, ist dies vergleichbar mit einem Urlauber, der gern in den Süden fährt, aber um sein tägliches Brot zu verdienen lieber in seiner Heimat arbeitet. Aber außerdem ist die ganze Situation für die Vögel im Süden nicht optimal, weil sich gerade im Winter dort viele Vögel aufhalten und dementsprechend das Nahrungsangebot auch geringer ist.

Auch herrscht in diesen Regionen teilweise im Sommer eine große Hitzewelle, so dass viele Vögel dann den etwas kühleren Norden vorziehen, trotz der Strapazen. Übrigens gehören zu den Zugvögeln nur 200 europäische Vogelarten.

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