Bei der Lebendspende-Lebertransplantation sind die Überlebenschancen für den Empfänger höher

Kürzere Wartezeiten auf ein Spenderorgan durch Lebendspende

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
6. Oktober 2011

Die Zahl der Empfänger auf der Warteliste für eine Lebertransplantation bei Eurotransplant belief sich Ende letzten Jahres bei 2442 und die Zahl der Spenderorgane von Verstorbenen lag bei 1606. Aber in Amerika ist diese Differenz zwischen Spender und Empfänger noch bei Weitem höher. Um aber eine bessere Zuteilung der Organe zu bekommen, wurde in den USA im Jahr 2002 ein bestimmtes Meldeverfahren eingeführt, damit Patienten nicht auf der Warteliste sterben müssen.

Auch bei Eurotransplant wurde im Jahr 2006 ein solches Melderegister eingeführt und trotzdem sterben immer noch viele Patienten, die auf der Warteliste stehen. Aus dem Grunde versuchen die Ärzte mehr Lebendspenden für eine Lebertransplantation zu bekommen.

Das Prinzip der Lebendspende

In der ersten Zeit wurde dies auch nur für Kinder vorgesehen. Wenn ein Patient eine Lebendspende erhält, so wird dadurch die Wartezeit erheblich kürzer und die Überlebenschancen steigen, so lag bei diesen Empfängern die Sterberate im Beobachtungszeitraum nach der Transplantation um 56 Prozent niedriger.

Ende der achtziger Jahre wurde in Europa die Lebendspende-Lebertransplantation entwickelt und einem 17 Monate altem Kind ein Leberteil seiner Mutter transplantiert. Bei einer Lebendtransplantation besteht aber auch für den Spender ein gewisse Risiko bei der Operation, wo nur ein Teil des Organs entnommen wird, doch der große Vorteil besteht darin, dass die erkrankten Patienten nicht so lange auf das lebensrettende Organ warten müssen.

Der Vorteil bei einer Transplantation des Organs eines Verstorbenen liegt darin, dass das ganze Organ transplantiert wird, aber manchmal kommt es auch zu einer Schädigung des Spenderorgans, wenn es beim Transport nicht lange genug mit Sauerstoff versorgt wird.