Deutschlands Minister schlafen im Ministerium, um sich die Miete zu sparen

Von Melanie Ruch
17. Februar 2014

Eigentlich möchte man meinen, dass die Gehälter von Deutschlands Ministern ausreichen dürften, um sich eine schicke Wohnung in Berlin in der Nähe des Ministeriums zu mieten. Dennoch wollen sich einige Minister offenbar die Miete für ihren Wohnsitz sparen und wohnen daher lieber in ihren Rückzugsräumen im Ministerium. Dazu gehören unter anderem Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Familienministerin Manuela Schwesig, Justizminister Heiko Maas und Arbeitsministerin Andrea Nahles.

Nun wurde die kostenlose Wohnnutzung der Ministeriumsräumlichkeiten erstmals öffentlich von der Opposition kritisiert. Die Rückzugsräume in den Ministerien könnten von den jeweiligen Ministern mietfrei genutzt werden. Die gesparten Mietausgaben müssten die Minister lediglich in ihren Steuererklärungen als geldwerten Vorteil angeben.

Dabei sollte es den Ministern mit ihren Gehältern eigentlich möglich sein, sich in der Hauptsatdt eine Wohnung zu mieten, meinte die Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Bundestag, Gesine Lötzsch. Auch Rechtsexperten sind sich nicht einig, ob die dauerhafte Wohnnutzung der Rückzugsräume der Ministerien überhaupt rechtens ist.