Freestyle-Skiläuferin Zimmermann gewinnt als erste Deutsche Weltcup-Slopestyle in Gstaad

Von Ingo Krüger
20. Januar 2014

17 Jahre alt und schon eine der großen Medaillenhoffnungen des Deutschen Skiverbandes (DSV) für die Olympischen Winterspiele in Sotschi: Lisa Zimmermann, amtierende Junioren-Weltmeisterin im Slopestyle.

Die Freestyle-Skiläuferin vom WSV Oberaudorf hat trotz ihres Alters bereits eine Menge erreicht. Nach dem Gewinn des Junioren-Weltmeistertitels im italienischen Chiesa holte sie im August 2013 als Dritte erstmals einen Platz auf einem Weltcup-Podium. Jetzt siegte Zimmermann in Gstaad (Schweiz) als erste Deutsche im Slopestyle-Weltcup.

Sie ist zudem die einzige Frau im Slopestyle, die einen spektakulären Double Cork 1260 aus doppelter Überkopfdrehung und dreieinhalb Schrauben springt. Viele Experten trauen der Schülerin aus Berchtesgaden daher sogar den Gewinn der Goldmedaille in Sotschi zu.

Bis zu ihrem 15. Lebensjahr startete sie noch im Eiskunstlauf. Sie war sogar auf dem Weg in den Nationalkader und trainierte bereits am Olympiastützpunkt München, bevor sie sich 2010 für das Freestyle-Skifahren entschied. Ihre Stärken liegen jedoch, wie die 17-Jährige gesteht, im Sprung und nicht im Slalom. Dort würde sie nach eigener Aussage höchstens nur bis zur zweiten Stange kommen.