Fruchtzucker erhöht bei Frauen das Risiko einer Gicht-Erkrankung

Zur Senkung des Gicht-Risikos sollten in Sachen Ernährung einige Punkte beachtet werden

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
20. November 2010

Wie eine wissenschaftliche Studie der US-Universität Boston zeigt, besteht bei Frauen durch den Fruchtzuckeranteil in Limonaden und Säften ein höheres Risiko an einer Gicht zu erkranken. Im Prinzip sind eigentlich mehr die Männer von dieser Krankheit betroffen, doch wie die Studie zeigt sind auch Frauen vermehrt gefährdet.

Deshalb raten die Experten, dass Frauen nicht zu viel Fruchtzucker konsumieren sollten. So wird alleine durch ein Glas Limonade das Risiko einer Erkrankung an Gicht um 74 Prozent erhöht, aber bei zwei Gläsern mehr als doppelt erhöht. Beim Orangensaft liegt das Risiko bei 41 Prozent.

Krankheitsbild und Ernährungshinweise

Bei der Krankheit Gicht handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, in dessen Verlauf sich im Gewebe, aber vor allem in den Gelenken Ablagerungen bilden. Der eigentliche Grund hierfür ist eine erhöhte Harnsäure im Blut, die aufgrund der Ernährung, besonders Fleisch und Innereien, entstehen kann.

In den verschieden Nahrungsmitteln sind die sogenannten Purine enthalten, die den Abbau der Harnsäure verhindern. Diese Stoffe sind besonders viel in Innereien, Wurst und Fleisch zu finden, so dass die betroffenen Personen auf diese Nahrung verzichten sollten.

Dagegen sind in allen Milchprodukten diese Purine nicht vorhanden, so dass man somit Käse bedenkenlos essen kann. Doch hier kann ein zu fetter Käse den Cholesterinwert in die Höhe treiben.

Im Wein beispielsweise sind keine Purine enthalten und somit führt er auch nicht zur Harnsäure, aber Alkohol an sich behindert den Abbau der Harnsäure.

Meistens sind auch Menschen, die übergewichtig sind, von der Gicht-Erkrankung betroffen. Übrigens liegen bei den Frauen Harnsäurewerte im Blut zwischen 2,4 und 5,7 mg/dl, während bei Männern 3,4 bis 7,0 mg/dl noch ganz im normalen Bereich liegen.