Gefahrenquelle Mobilfunk: Datenflut fördert Stress und Burn-Out

Forscher wollen erreichen, dass dem Problem in der Öffentlichkeit mehr Raum gegeben wird

Von Nicole Freialdenhoven
5. Februar 2013

Im Alltag sind wir heute ständig von elektronischen Geräten umgeben, die uns mit einem unaufhaltsamen Datenstrom überfluten. Nicht nur die Informationsflut führt jedoch dazu, dass wir uns immer gestresster fühlen, sondern auch die Strahlenbelastung.

Dies meint zumindest die "Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie", die die steigende Zahl der Burn-Out-Fälle auf die Zunahme der elektromagnetischen Felder durch den Mobilfunk zurückführt.

Schäden durch elektromagnetische Frequenzen

In ihrem neuen Forschungsbericht verweisen die Wissenschaftler auf zahlreiche Studien, wonach die elektromagnetischen Frequenzen durch mobile Geräte wie Smartphones und die hohe Zahl der kabellosen WLAN-Internetverbindungen zu Schäden an den menschlichen Zellen führen können. Beim sogenannten oxidativem Zellstress sind die Zellen mit ihrer normalen Reparatur und Entgiftung überfordert und es kommt zu Schädigungen, die wiederum zu einem Energiedefizit führen. In der Folge kann es zu einem Burn Out kommen.

Gesundheit durch Verzicht

Die Forscher wollen erreichen, dass dem Thema in der Öffentlichkeit mehr Raum gegeben wird. Vor allem Kinder und Jugendliche seien durch die schädlichen Strahlungen des mobilen Funkverkehrs stark gefährdet, Zellschädigungen zu erleiden. Aber auch bei Erwachsenen kann der zeitweilige Verzicht auf Mobilfunkgeräte möglicherweise helfen, den Gesundheitszustand zu verbessern. 20,8 Prozent aller Beschäftigen leiden mitterweile unter Schlafstörungen und Erschöpfszuständen.