Neue Studie: Schlafmangel begünstigt Depressionen

Von Laura Busch
5. Januar 2010

Mangelnde Nachtruhe macht müde, unkonzentriert und weniger leistungsfähig.

Wissenschaftler an der Columbia University New York haben jetzt in einer Studie mit 16.000 Teilnehmern belegt, dass Schlafmangel darüber hinaus auch Depressionen begünstigt.

Sie befragten Jugendliche und auch deren Eltern nach Stimmungsschwankungen, Depressionen und Selbstmordgedanken.

Die Auswertung ergab unter anderem, dass Jugendliche, die nach eigener Aussage regelmäßig nur fünf oder weniger Stunden schliefen, ein bis zu 71 Prozent höheres Risiko hatten, an Depressionen zu erkranken, als solche, die acht Stunden pro Nacht ruhen.

Selbstmordgedanken traten um 48 Prozent häufiger auf.

Studienautor James Gangwisch und seine Kollegen erklärten gegenüber dem Fachblatt "Sleep": "Unsere Erkenntnisse sind konsistent zu der Theorie, dass ungenügender Schlaf ein Risikofaktor für Depressionen ist".

Ein verändertes Schlafverhalten könne demnach zumindest bis zu einem gewissen Grad psychische Erkrankungen vorbeugen.