Regierungsgegner von ukrainischem Staatschef Janukowitsch wollen Verwaltung lahmlegen

Von Max Staender
2. Dezember 2013

Am vergangenen Wochenende haben wieder zigtausende Oppositionsanhänger bei Demonstrationen im Regierungsviertel von Kiew den Rücktritt von Ministerpräsident Nikolai Asarow sowie dem Staatschef Viktor Janukowitsch gefordert.

Auf dem zentralen Unabhängigkeitsplatz haben über Nacht rund 5.000 Menschen in Zelten campiert und sich bei Temperaturen um die vier Grad Celsius an kleinen Feuern gewärmt. Bereits am gestrigen Sonntag hat ein Oppositionssprecher um Boxweltmeister Vitali Klitschko eine Blockade von staatlichen Verwaltungsgebäuden angekündigt, während die rechtspopulistische Partei "Swoboda" einen Generalstreik im ganzen Land ausrief.

Unterdessen wurden den Fraktionen von Parlamentspräsident Wladimir Rybak ein Runder Tisch angeboten, wo Mitglieder der Opposition sowie der Regierung den äußerst brutalen Polizeieinsatz am vergangenen Wochenende aufklären, bei dem friedliche Befürworter der Europäischen Union von einer Sondereinheit auf dem Unabhängigkeitsplatz niedergeknüppelt wurden.