Schwindel ernst nehmen: bei wiederkehrenden Attacken zum Hausarzt gehen
Ein kurzer Überblick über die verschiedenen Auslöser für Probleme mit dem Gleichgewicht

Es gibt sehr viele Gründe, weshalb ein Mensch plötzlich Schwindel empfindet. Die harmlosen reichen von der durchzechten Nacht, über den Besuch auf der Achterbahn, bis zur Angst beim Blick hinab aus großer Höhe. Es gibt jedoch auch Schwindelattacken, die ein Symptom für ernste Krankheiten sind. Daher sollte man wiederkehrenden Schwindel - vor allen Dingen bei nicht klarer Ursache - ernst nehmen und einen Termin beim Hausarzt vereinbaren. Viele zugrunde liegende Ursachen für Schwindel kann man sehr gut behandeln.
Ohrprobleme als Auslöser
Ein häufiger Auslöser für ständigen Schwindel sind kleine Kalksteine im Ohr. Da hier das menschliche Gleichgewicht sitzt, führen die Steinchen zum sogenannten Lagerungsschwindel. Dieser kann ganz einfach durch das Entfernen der Ablagerungen geheilt werden.
Eine andere Ursache, die ebenfalls im Ohr sitzt, wird Morbus Menière genannt. Dabei kommt es aufgrund einer Entzündung zu einem erhöhten Innendruck. Dies bringt das Gleichgewichtsorgan ebenfalls aus dem Takt und ist in den meisten Fällen an eine Verschlechterung der Hörfähigkeit gekoppelt. Daher kann der Arzt durch gezieltes Nachfragen schnell einen konkreten Verdacht entwickeln.
Faktor Herz-Kreislauf-System
Neben Ohrproblemen kann Schwindel aber auch auf das Herz-Kreislauf-System zurückgehen. Hat ein Patient immer wieder Blutdruckprobleme, bringt das den Körper ebenfalls aus der Balance. Schwindel und Benommenheit sind klassische Symptome. Daher führen viele Hausärzte bei Schwindel einen Herzcheck durch und schauen sich die Gefäße näher an. Tatsächlich können
- ein Gefäßverschluss,
- Diabetes oder
- Dauerstress
den Blutdruck chronisch verändern und Schwindel triggern.
Neurologische und weitere Ursachen
Akuter Schwindel, der mit den genannten Ursachen nichts zu tun hat, kann neurologische Ursachen haben. Viele Menschen berichten nach eine Schleudertrauma über Schwindel. Hier hilft oft nur Ruhe und Abwarten. Weitere Gründe sind
- eine Hirnhautentzündung,
- Epilepsie,
- Parkinson oder
- Depressionen.
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Quelle
- http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/schwindel-was-sie-tun-koennen-wann-sie-zum-arzt-muessen-aid-1.5303119 Abgerufen am 13. August 2015