Viele Männer wissen nicht, ob so manche Höflichkeitsgeste bei den Frauen überhaupt erwünscht ist

Die Emanzipation verunsichert Männer, sodass sie einfache höfliche Gesten unsicher hinterfragen

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
29. November 2008

Deutschlands Gentlemen sind verunsichert! Mehr als die Hälfte der Männer wissen nicht, ob denn in Folge der Emanzipation bestimmte althergebrachte Höflichkeitsregeln bei den Damen noch gefragt sind.

Einer repräsentativen Umfrage der "Apotheken Umschau" zufolge sind sich 56 Prozent der männlichen Befragten nicht mehr sicher, ob sie den Frauen beispielsweise noch die Türe aufhalten oder in den Mantel helfen sollen oder ob das die emanzipierten Begleiterinnen nicht lieber selbst erledigen wollen. Mehr als jeder achte Mann (12,9 %) hat in seiner Ratlosigkeit sogar schon einschlägige Ratgeberbücher zum Thema "Gutes Benehmen" gelesen oder einen Kurs dazu belegt.

Höflichkeit ist noch immer gefragt und gern gesehen

Helfen könnten den verunsicherten Gentlemen weitere Ergebnisse der Umfrage. Demnach fahren Männer auf keinen Fall schlecht, wenn sie trotz aller Emanzipation höflich mit ihren Begleiterinnen umgehen: Deutlich mehr als die Hälfte der Frauen (55,4 %) halten es für äußerst ansprechend, wenn Männer Frauen in den Mantel helfen und fast drei Viertel der Frauen (74,2 %) begrüßen es grundsätzlich, wenn man anderen Menschen die Türe aufhält.

Jeder sechste Mann hat allerdings bei der ganzen Grübelei über Höflichkeitsregeln offenbar schon resigniert. 16,4 Prozent der Männer behaupten, sie würden jetzt ganz einfach nach folgendem Spruch verfahren: "Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr."