Warum haben wir manchmal Gedächtnislücken?

Gründe von Gedächtnislücken und mögliche Strategien zur Verhinderung

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
28. September 2011

Wem ist es nicht schon passiert, man steht vor dem Geldautomaten und will seinen PIN-Code eingeben, doch plötzlich spielt das Gedächtnis einem einen Streich und man kann sich nicht erinnern. Doch wie kommt es zu solchen Gedächtnisausfällen?

Dafür können selbst Experten und Fachtherapeuten, wie Carsten Brandenberg keine Erklärung liefern, so auch Carsten Brandenberg. Er ist Vize-Vorsitzender des Bundesverbands für Gedächtnistraining e.V. und arbeitet als Gedächtnistrainer an der Klinik für Geriatrie, Memory Clinic in Essen, die als erste Gedächtnisambulanz in Deutschland im Jahr 1991 eröffnet wurde.

Wie kommt es zu diesen kurzzeitigen Gedächtnislücken?

Mögliche Auslöser einer solchen Gedächtnislücke können sein:

Doch meistens handelt es sich um mangelnde Konzentration, so hat man vielleicht in diesem Moment vollkommen andere Gedanken im Kopf, die im Vordergrund stehen. Oder aber man steht unter Stress, so dass automatisch die Erinnerung an alltägliche Dinge nicht an erster Stelle steht.

Ansätze, um Gedächtnislücken zu vermeiden

Man kann das Gedächtnis jedoch trainieren, so dass der Stoffwechsel und die Durchblutung des Gehirns gefördert wird, was die Lernfähigkeit erhöht. Beispielsweise kann man sich die Nachkommastellen der Kreiszahl Pi einprägen, hier sind die ersten zehn Nachkommastellen zum Üben: 3.1415926535.

Aber schließlich gibt es auch den sogenannten klassischen "Blackout", wo man sich zum Beispiel bei einer Klausur nicht an die Lösung, die man vorher wusste, erinnern kann. Hier sind, wie der Experte sagt, chemische Gründe verantwortlich, das bedeutet es kommt in einer Stresssituation zu einer stärkeren Adrenalinauschüttung, welche das Erinnerungsvermögen behindert.

Aber bei nur etwa der Hälfte der Patienten, die in die Klinik nach Essen kommen, liegt auch eine krankhafte Beeinträchtigung des Gehirns vor, also der Beginn einer Demenz. Die meisten Patienten kommen zum Training als Vorbeugung dorthin.