Kompaktkamera oder Systemkamera - Wie viele Megapixel ein Fotoapparat haben muss

Von Ingo Krüger
23. April 2014

Zwar setzen immer mehr Menschen beim Fotografieren auf ihr Smartphone, doch auch die klassische Kompaktkamera ist noch nicht vom Aussterben bedroht. Wer sich einen solchen Fotoapparat zulegen möchte, sollte jedoch kein Modell mit mehr als 16 Megapixel auswählen.

Kompaktkamera

Ein Test ergab, dass bei diesen Geräten ein störendes Bildrauschen auftritt, weil zu viele Bildpunkte auf einem zu kleinen Sensor landen. Jeder einzelne Bildpunkt hat zu wenig Platz, um Licht einzufangen. Auf dem Foto sind dadurch störende Pixel in verschiedenen Helligkeits- und Farbtönen zu sehen. Je mehr Bildpunkte eine Kamera hat, desto größer sind die Fotodateien. Sie nehmen mehr Platz auf der Speicherkarte ein.

Spiegelreflex-Kamera, Vollformatkamera und Systemkameras

Spiegelreflex-Modelle mit ihren etwas größeren Sensoren, etwa im APS-C-Format, können auch mit 20 Megapixel ausgestattet sein. Mehr Bildpunkte sind nur für sogenannte Vollformatkameras sinnvoll, die eine höhere Auflösung und bessere Bildqualität bieten.

Systemkameras sind eine relativ junge Klasse an Digitalkameras, die ohne Spiegel ausgestattet sind. Sie kombinieren die Qualitäten von digitalen Spiegelreflexkameras mit den Vorzügen der Kompaktkameras. Die meisten Systemkameras besitzen keinen Sucher und nutzen stattdessen große Displays. Sie sind ab rund 300 Euro erhältlich.

Auch für Systemkameras gilt, es muss nicht das Maximum an Megapixel sein. Auch hier bieten weniger Pixel eine bessere Bildqualität. Alles über 20 Megapixel ist eher für Profis von Interesse. Systemkameras zwischen 6 und 20 Megapixel sind in den meisten Fällen völlig ausreichend.