Prada auf der Mailänder Fashion Week: Inspiriert vom Kultregisseur

Von Katharina Cichosch
21. Februar 2014

Dass Miuccia Prada besonders sensibel für aktuelle Phänomene ist: Längst kein Geheimnis mehr.

Wie die italienische Designerin es aber dann immer wieder schafft, sich Saison für Saison von Kunst und Kultur inspirieren zu lassen und aus diesen Ideen auch noch völlig eigenständige Kollektionen zu zaubern, das macht ihr so schnell keiner nach. Deshalb ziehen wir den Hut vor Miuccia und präsentieren einen kleinen Rückblick der aktuellen Fashion Week in Mailand.

Inspiration durch Fassbinders Filme

Niemand Geringeres als der deutsche Kultregisseur Rainer Werner Fassbinder lieferte Prada Inspiration für die diesjährige Herbst- und Winterkollektion. Fassbinder, der aktuell mit einer großen Ausstellung zum Beispiel im Frankfurter Filmmuseum gewürdigt wird, hat mit seinen zauberhaft ausgeleuchteten Filmen mit der düsteren Stimmung etliche Künstler und Filmemacher beeinflusst.

Nun zollt ihm auch Miuccia Prada Tribut - mit einer Kollektion, die eine mystische Eleganz und Strenge verströmt.

Eindrucksvoller Auftakt und Präsentation von geometrischen Mustern

Schon der Auftakt zur Fashion Show war grandios: Die deutsche Schauspielerin Barbara Sukowa gab Lieder von Kurt Weill zum Besten. Die nun folgenden Kreationen zeigten gedeckte Farben, aber auch ein ausgeprägtes Faible für Muster - Muster, die sowohl in ihrer geometrischen Struktur als auch in ihren Farben an alte Vintage-Stoffe erinnerten.

Details aus Fell und Pelz lockerten den strengen Look der Models auf. Das schlichte Styling mit Mittelscheitel und zurückgekämmten Haaren sorgte dafür, dass nichts von den formvollendeten Kreationen ablenken konnte.