Drei neue Risikovarianten für die Erkrankung an Alzheimer entdeckt
Die Gene CLU, PICALM und CR1

Internationale Forscher haben nun drei neue Varianten, die das Risiko für die Erkrankung an Alzheimer erhöhen, entdeckt. Hierbei handelt es sich um die drei Gene CLU, PICALM und CR1. Die beiden ersten sind beim Stoffwechsel des Eiweiß beteiligt, die sich im Gehirn bei den an Alzheimer erkrankten Patienten verstärkt niederlassen und die Plaques bilden. Das dritte Gen ist zusätzlich selbst ein Baustein von diesen Plaques.
Bei Erkrankten meist genetische Prädisposition vorhanden
Bei der Studie, die zu diesen neuen Erkenntnissen führte, nahmen mehr als 19.000 Personen teil, wobei 7.000 an Alzheimer erkrankt waren. Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, liegt meistens an den genetischen Faktoren. Aber bislang kennt man nur ein einziges Gen, das mit Sicherheit dafür in Frage kommt und schon vor zwanzig Jahren entdeckt wurde, das Gen für Apolipoprotein E, mit der Variante ApoE 4.
Zahl der Alzheimer-Erkrankten wird noch stark zunehmen
In Deutschland gibt es zirka 1 Million, die an Alzheimer, der häufigsten Demenz, erkrankt sind und man schätzt, dass bis zum Jahr 2050 doppelt so viele Menschen daran erkranken. Die Symptome für Alzheimer sind Schlaflosigkeit, Unruhe, Verfolgungswahn und schwere Gedächtnisstörungen.
Passend zum Thema
- Lewy-Körperchen-Demenz oder Alzheimer? Neue Tests erleichtern Diagnose
- Vitamin E kann Alzheimer ausbremsen, Memantin enttäuscht
- Neue Erkenntnis zu Morbus Alzheimer: Die Blut-Hirn-Schranke spielt eine wichtige Rolle
- Zusammenhang zwischen Parkinson und Alzheimer: Gemeinsames Protein ApoE gefunden
- Forscher finden weitere genetische Risikofaktoren für die Alzheimer-Erkrankung
- Möglichkeiten, Alzheimer vorherzusagen - verschiedene Tests im Überblick
- Wie stark ist die Alzheimer-Veranlagung? Forscher finden elf neue Risiko-Gene