Leichte Herzschwäche durch Sport mildern

Regelmäßiger und kontrollierter Sport wirkt sich förderlich bei Herzpatienten aus

Von Viola Reinhardt
2. Oktober 2009

Viele Menschen mit einer Herzerkrankung gehen davon aus, dass Sport mehr schadet als hilft. Allerdings findet sich zum Beispiel bei einer leichten bis mittelschweren Herzschwäche genau das Gegenteil, denn sportliche Aktivitäten können bei dieser Erkrankung eine höhere körperliche Leistungsfähigkeit hervorrufen. Zu diesem Ergebnis kam das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, das insgesamt 29 Studien von Krankenhäuser auswertete, die auf Herzprogrammen basierten und an denen rund 1100 männliche Betroffene beteiligt waren.

Kontrolliertes Training für Herzpatienten

Die männlichen Teilnehmer an den Sportprogrammen konnten folglich besser laufen, arbeiten und sich bewegen als es bei den Patienten der Fall war, die nicht an solchen Programmen teilgenommen hatten. Auch hinsichtlich der Lebensqualität zeigte sich bei den über sechzig Jährigen, dass hier der Sport eine deutliche Verbesserung hervorrief. Wichtig ist jedoch bei einer Herzschwäche für ein kontrolliertes Training zu sorgen, das übrigens auch die Anzahl der Herzanfälle der Teilnehmer eingegrenzt hatte.

Dauerhafter und regelmäßiger Sport

Zudem ist es ebenfalls von Wichtigkeit, dass die Patienten dazu motiviert werden, dauerhaft die sportlichen Aktivitäten auszuüben. Weitere Forschungen sollen nun erkenntlich machen, ob sich ein Training auch bei Frauen, Menschen mit schwerer Herzinsuffizienz und älteren Personen als förderlich erweist.