Viele Patienten schlucken lieber eine Kapsel für eine Darmuntersuchung

Darmspiegelung wird von zu wenigen Menschen wahrgenommen

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
21. April 2011

Als Krebsvorsorge wird auch die Darmspiegelung oder Koloskopie gemacht. Bislang mussten die Patienten dafür vorher ihren Darm entleeren, wobei man dafür eine Flüssigkeit trinken musste, die eine abführende Wirkung hat. Danach wurde dann durch den Arzt der Darm mittels eines flexiblen Endoskops vom Darmausgang bis zum Übergang des Dick- zum Dünndarms untersucht.

Kapsel beliebter als Koloskopie

Nun gibt es auch die Möglichkeit, dass man eine Kapsel, die eine kleine Kamera enthält, schlucken kann und dann der Darm untersucht wird. Die Krankenkasse BKK 24 hatte jetzt 2.150 ihrer Mitglieder separat angeschrieben und sie zu einer Darmspiegelung eingeladen, wobei die Teilnehmer sich dann für eine der beiden Möglichkeiten entscheiden konnten.

Von den 2.150 angeschriebenen Versicherten kamen dann 147, das sind 7,5 Prozent wovon 4,2 Prozent dann, nach einer ausführlichen Beratung, die Kapsel wählten. Die restlichen Teilnehmer wollte die bekannte Untersuchung machen lassen.

Vor- und Nachteile

Ein Jahr zuvor nahmen an den angebotenen Untersuchungen, ohne separate Einladung, nur ein Prozent der Versicherten teil. Das Schlucken der Kapsel ist zwar für die normale Untersuchung angenehmer, aber wenn beispielsweise ein Polyp erkannt wird, so muss dieser dann doch durch eine Koloskopie für die weitere Untersuchung entfernt werden, was bei der bekannten Untersuchungsmethode gleich sofort geschieht.