Verschmutzung der Ozeane erschwert Suche nach Malaysia-Airlines-Flug MH370

Von Ingo Krüger
3. April 2014

Von dem verschwundenen Malaysia-Airlines-Flug MH370 fehlt weiterhin jede Spur. Immer wieder gibt es Meldungen, nach denen Suchmannschaften auf Überreste der Boeing 777 gestoßen sein sollen. Doch gefunden haben die Teams bislang nur Müll, der im Indischen Ozean treibt.

Plastikmüll bedroht und verursacht das Sterben der Wassertiere

Die Suche zeigt, welche gigantischen Ausmaße die Verschmutzung der Weltmeere bereits angenommen hat. Nach Angaben von Umweltschützern schwimmen in jedem Quadratkilometer der Meere zehntausende Teile Plastikmüll, die eine große Gefahr für die Tierwelt darstellen. Seevögel sterben qualvoll an Handyteilen in ihrem Magen, Schildkröten halten Plastiktüten für Quallen und Fische verwechseln winzige Plastikteilchen mit Plankton.

Auch Ballone, Schleifen, Feueranzünder oder Flaschenverschlüsse werden von den Tieren verspeist.

Müllteppiche in den Ozeanen

Im Nordpazifik treibt seit Jahrzehnten ein Müllstrudel, der mittlerweile so groß ist wie Zentraleuropa. Der "Great Pacific Garbage Patch" wächst unaufhörlich weiter. Er ist jedoch nicht der einzige Müllteppich, solche Strudel gibt es in allen Ozeanen, auch Nord- und Ostsee sind davon betroffen.

Doch nicht nur Plastikabfälle finden sich im Wasser, selbst Kühlschränke, Euro-Paletten, Container, sogar verlassene Schiffe treiben im Meer.

Ausmaß der Umweltverschmutzung auf Wirtschaft und Landwirtschaft

Die Verschmutzung der Ozeane birgt nicht nur zahlreiche Gefahren für die Tierwelt, sondern führt jedes Jahr zu gewaltigen wirtschaftlichen Schäden. Die Landwirtschaft leidet unter verschmutztem Weideland in Küstennähe, die Kühlwasseraufnahme von Kraftwerken wird beeinträchtigt und bei Entsalzungsanlagen wird der Wasserkreislauf blockiert.